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  • Pater Hans Weibel (Mitte) mit Pfarrer Martin Piller, den Ministranten und der Sakristanin in der Pfarrei Maria Lourdes in Zürich Seebach. (Foto: "Kirche in Not (ACN)".
  • Pater Hans Weibel im Gespräch mit Gläubigen nach dem Gottesdienst in Zürich Seebach. (Foto: "Kirche in Not (ACN)".
  • Pater Hans Weibel (links) und Pfarrer Martin Piller, Pfarrei Maria Lourdes in Zürich Seebach. (Foto: "Kirche in Not (ACN)".
  • Ein gut besuchter Gottesdienst in Zürich Seebach bei Anwesenheit des Predigers Pater Martin Weibel. (Foto: "Kirche in Not (ACN)".

Der in Mexiko tätige Schweizer Pater Hans Weibel war zu Gast in Zürich

Am Wochenende des 2./3. Juli 2022 besuchte Pater Juan Weibel die röm.-kath. Pfarrei Maria Lourdes in Zürich Seebach. Er wirkte in vier Gottesdiensten mit und predigte über seine Arbeit als Seelsorger in Mexiko. Pater Weibel wurde von Pfarrer Martin Piller und den Gläubigen der Pfarrei herzlich willkommen geheissen.

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Fotos vom Besuch in Zürich

Pater Weibel, der 1965 im luzernischen Schongau geboren wurde, entdeckte schon früh sein Interesse für die Religion und Lateinamerika. Nach der Matura trat er der Ordensgemeinschaf der Steyler-Missionare bei. Er studierte in Österreich katholische Theologie und wurde schon bald als Seelsorger nach Ecuador geschickt. Später wirkte er während sechs Jahren in Kuba, ehe er 2020 als Provinzial nach Mexiko berufen wurde. Dort ist er für die rund 70 Steyler-Missionare verantwortlich, auch für die Gemeinschaft auf Kuba.

Drogenkartelle, Morde und Gewalt sind in Mexiko allgegenwärtig
In seinen Predigten in Seebach berichtet er auch über die grosse Gewalt in Mexiko. Als Verantwortlicher des Ordens reist er immer wieder im Land herum. Dabei meidet er gewisse Bundesstaaten, in denen Drogenkartelle besonders aktiv sind. Manchmal sperren diese ganze Autobahnabschnitte, um die Autofahrer auszunehmen. Mexiko gilt zudem als das gefährlichste Land für katholische Priester weltweit. Immer wieder werden Geistliche umgebracht, letztmals am 23. Juni als zwei Jesuiten-Pater einem Mann vor einer Drogenbande Schutz gewährten. Alle drei wurden getötet.

Die Hoffnung bleibt
Pater Weibel zeigte sich über die Herausforderungen vor Ort aber keineswegs entmutigt. Er zählte in den Predigten auf, wie er und seine Mitbrüder den Migranten im Süden des Landes in einer Herberge eine Bleibe anbieten, um sich von den seelischen und körperlichen Strapazen der Reise durch Mexiko an die US-Grenze zu erholen. Oder wie sie in Pfarreien Jugendliche zum Glauben heranführen und wie viele junge Leute sich in der Freiwilligenarbeit einsetzen. Dabei kann Pater Weibel auch auf «Kirche in Not (ACN)» zählen. Der Seebacher Pfarrer, Martin Piller, zeigte sich vom Besuch beeindruckt: «Es ist schön zu hören, dass der Glaube den Menschen in Mexiko Hoffnung und Zuversicht schenken kann, trotz aller Gewalt. Wir nahmen daher gerne die Kollekte für Projekte in Mexiko auf, um uns in Zürich Seebach mit Pater Weibel solidarisch zu zeigen.».

Im Jahr 2021 unterstützte «Kirche in Not (ACN)» Projekte in Mexiko mit über CHF 320‘000.